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Kilmafolgen konkret - Das Mäckingerbachtal im Jahr 2021 nach den Trockensommern. Bild: Torsten Silz

Ein Tal als Ideenlabor für die Zukunft

LWL-Freilichtmuseum Hagen plant große Sonderausstellung "Naturgewalten" 

Die drängenden Fragen des Klimawandels und der Zukunft unserer Lebensweise werden aufgegriffen. Die Ausstellung soll vom 5. Juni 2028 (Tag der Umwelt) bis zum 31. Oktober 2029 auf dem Museumsgelände zu sehen sein. 

"Zentrales Thema unserer Zeit"

"Mit der Ausstellung 'Naturgewalten' greifen wir eines der zentralen Themen unserer Zeit auf. Sie verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkreten, alltagsnahen Lösungen und zeigt, was jede und jeder Einzelne zur Klimaanpassung beitragen kann", sagte Dr. Georg Lunemann, der Direktor des LWL.

Die Ausstellung verwandelt das Mäckingerbachtal in ein lebendiges Zukunftslabor. Ausgangspunkt sind die spürbaren Folgen des Klimawandels in Westfalen - von Wetterextremen bis hin zu Hochwasserereignissen. "Naturgewalten" zeigt konkrete Lösungsansätze für den Umgang mit diesen Herausforderungen und verbindet dabei Themen aus Gesellschaft, Technik und Handwerk. "Das LWL-Freilichtmuseum Hagen wird damit zu einem wichtigen Ort des Dialogs und der gemeinsamen Zukunftsgestaltung. Vieles, was für die Ausstellung entwickelt wird, bleibt und wird das Museum zukunftssicher machen", so LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger.

Von der "Sponge City" über Permakultur bis hin zu intelligenten Stromnetzen

Im Fokus stehen Fragen wie: Welche Rolle spielen Wind- und Wasserkraft künftig? Wie können wir Energie nachhaltig erzeugen und nutzen? Die Ausstellung beleuchtet sowohl historische Entwicklungen als auch innovative Zukunftskonzepte - von der "Sponge City" über Permakultur bis hin zu intelligenten Stromnetzen. Sie nutzt konsequent die Vorteile eines Freilichtmuseums: Die Themen werden anschaulich im Gelände erfahrbar. Der Energiehunger des fossilen Zeitalters ist im Museum seit seiner Gründung sichtbar. Vor diesem Hintergrund diskutiert die Ausstellung die Gegenwart und Zukunft der nachhaltigen Energieerzeugung mit Wind und Wasser. Auf den Außenflächen präsentiert das Museum Themen wie Wasserregulierung und Wasserkreisläufe oder auch Hitzeprävention im städtischen Umfeld. Im Sonderausstellungsgebäude finden sich Beispiele für eine intelligente Anpassung an die globale Herausforderung in den Dimensionen von Ökologie, Ökonomie und gesellschaftlichem Zusammenhalt.

Beteiligung erwünscht

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der aktiven Einbindung der Öffentlichkeit. In Werkstattformaten und Veranstaltungskooperationen werden Besucherinnen und Besucher sowie regionale Akteure eingeladen, eigene Ideen zu entwickeln und Lösungsansätze zu diskutieren. Ziel ist es, gemeinsam Wege in eine klimaresiliente Zukunft zu gestalten.
Mit "Naturgewalten" positioniert sich das LWL-Freilichtmuseum Hagen als Ort des Dialogs, der Innovation und des praktischen Austauschs - für die Region und weit darüber hinaus.