Psychiatrie | 30.09.25 Die Umwelt schützen und nachhaltig wirtschaften
Marl (lwl). Im LWL-Klinikum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Marl-Dortmund-Haardklinik werden Umweltschutz und nachhaltiges Wirtschaften großgeschri…
Mehr als 21.000 Beschäftigte sind in über 200 Einrichtungen für rund 8,3 Millionen Menschen in der Region im Einsatz.
Als großer Kommunalverband hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) eine besondere Verantwortung beim Klima- und Umweltschutz und eine rechtlich verankerte Vorbildufunktion.
Angesichts der Größe des Verbandes und seiner vielfältigen Aufgaben ist dies eine anspruchsvolle, aber zentrale Zukunftsaufgabe.
Unser Anspruch
Wir stellen uns diesen Herausforderungen aktiv und haben Klima- und Umweltschutz strategisch im Verband verankert.
Emissionen zu verringern, natürliche Lebensgrundlagen zu bewahren und Ressourcen zu schonen sind feste Bestandteile unseres Handelns.
Nicht zu handeln ist keine Option.
Erfahren Sie mehr über die Umweltleitlinien des Landschaftverbandes:
„Der Klimawandel ist eine der größten globalen Herausforderungen unserer Zeit – mit weitreichenden ökologischen, ökonomischen und sozialen Folgen. Öffentliche Institutionen wie der LWL stehen dabei in der Verantwortung, die Weichen für eine nachhaltige Zukunft zu stellen."
Dr. Georg Lunemann
Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
„Unser Ziel, die bilanzielle Klimaneutralität bis 2030 zu erreichen, ist und bleibt sehr ambitioniert. Doch wir haben seit dem Beschluss schon viel erreicht und wichtige Weichen gestellt. Wir setzen unsere Klimaschutzstrategie Schritt für Schritt um – getragen von der Überzeugung, dass wir heute handeln müssen, um morgen nachhaltig bestehen zu können.“
Birgit Neyer
Landesrätin und Klimaschutzdezernentin des LWL
Hinter all dem steckt ein politisch beschlossenes Ziel: Bilanzielle Klimaneutralität bis 2030.
Was heißt das? Wir sprechen in diesem Zusammenhang von einer „bilanziellen Treibhausgasneutralität“. Der LWL will seine Treibhausgasemissionen deutlich reduzieren und verbleibende Emissionen transparent bilanzieren. Dabei kann der Verband auf große Erfolge in der Vergangenheit aufbauen. Es gilt, bis 2030 die nächsten wichtigen Schritte zu gehen.
Die bilanzielle Klimaneutralität ist ein großes Vorhaben mit vielen Unwägbarkeiten. Es ist für uns aber Antrieb und Ansporn zugleich, unsere Verantwortung in der Region wahrzunehmen. Wichtig ist an dieser Stelle das Mitwirken aller – jeder Beitrag zählt!
Klimaverantwortung heißt für uns, heute unseren Beitrag zu leisten, um die Welt von morgen lebenswert zu gestalten. Wir verstehen darunter nicht nur das Monitoring unserer Emissionen, sondern vor allem klima- und umweltbewusstes Handeln bei allen unseren Entscheidungen mitzudenken – mit Weitsicht, Kreativität und dem Willen, uns stetig zu verbessern.
Eine bilanzielle Treibhausgasneutralität ist ein langfristiger Weg auch über 2030 hinaus.
Unsere Klimaverantwortung zeigt sich in drei miteinander verzahnten Schwerpunkten:
Vermeiden – Wir nutzen klimafreundliche Alternativen, wo immer es möglich ist.
Reduzieren – Wir verbessern Prozesse, Technologien und Strukturen, um Emissionen zu senken und Kosten einzusparen.
Ausgleichen – Was aktuell nicht vermeidbar ist, muss durch wirkungsvolle Maßnahmen und Projekte ausgeglichen werden. Dafür soll eine Strategie entwickelt werden, um unser Engagement langfristig zu sichern – verlässlich, transparent und wirksam.
Klimaverantwortung ist für uns kein Ziel, sie ist vielmehr ein fortlaufender Auftrag. Jeder Fortschritt, ob groß oder klein, bringt uns einer nachhaltigen Zukunft näher.
Unser übergeordnetes Ziel ist ein langfristiger und nachhaltiger Beitrag zum Klimaschutz.
Wir erwarten aber auch ganz unmittelbare Erfolge, die für uns, unsere Mitarbeitenden und vor Ort in unseren Mitgliedskommunen, in denen wir tätig sind, spürbar sein werden:
Die Nutzung erneuerbarer Energiequellen schützt uns vor schwankenden Energiepreisen und fördert unsere Unabhängigkeit von Marktunsicherheiten. Weniger CO₂-Emissionen bedeuten zudem geringere Kosten im Zusammenhang mit dem steigenden CO₂-Preis.
Die Umsetzung des betrieblichen Mobilitätsmanagements und der Flexibilisierung des Arbeitsplatzes, z.B. durch Homeoffice-Regelungen, kann dazu beitragen, das Verkehrsaufkommen zu verringenr und lokale Lärm- und Schadstoffbelastungen zu reduzieren.
Mit unserem ganzheitlichen Engagement positionieren wir uns zudem als zukunftsfähiger und attraktiver Arbeitgeber.
Die im Jahr 2021 etablierte LWL-Stabsstelle Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit ist Motor unseres Engagements für den Klima- und Umweltschutz. Sie steuert und begleitet den Transformationsprozess.
Zur Aufgabe der Stabsstelle gehört unter anderem die strategische Weiterentwicklung und Koordination des Klimaschutz-, Umwelt- und Mobilitätsmanagements beim LWL, die Bilanzierung der LWL-weiten Treibhausgasemissionen sowie die Kommunikation und Schulung rund um diese Themen. Zudem betreut sie den LWL-Klima- und Umweltausschuss.
Die Umsetzung vieler Klimaschutzmaßnahmen und Projekte erfolgt dezentral in den LWL-Dezernaten und -Einrichtungen:
Unsere Klimaschutzmaßnahmen betreffen insbesondere Gebäude und Energie, Mobilität, Beschaffung und Ressourcennutzung.
Unsere Aktivitäten im Bereich Klimaschutz sind vielfältig – denn als großer Verband wirken wir auf vielen Ebenen. Mit dem Integrierten Klimaschutzkonzept (IKSK) haben wir einen strategischen Rahmen geschaffen, der alle relevanten Handlungsfelder systematisch berücksichtigt.
Regelmäßige Treibhausgasbilanzen und spezifische Klimaindikatoren machen die Wirkung unserer Maßnahmen messbar. Der ⇗ LWL-Klimabericht zeigt transparent, wo wir stehen – und wo wir weiter ansetzen werden.
Besonders engagiert sich der LWL in den folgenden Handlungsfeldern:
Zu den weiteren strategischen Projekten zählt die Einführung des Umweltmanagementsystems EMAS im Verband:
Inzwischen sind 17 LWL-Einrichtungen erfolgreich nach EMAS validiert.
Zu den bereits ergriffenen Maßnahmen rund um das Umweltmanagementsystem zählen beispielsweise die Einführung eines Mehrwegsystems (LWL-Klinik Hamm), der Bau von Reptilienburgen (LWL-Klinik Hemer) oder die Installation eines Blockheizkraftwerks (LWL-Klinik Lengerich).
Unsere LWL-Dezernate und -Einrichtungen setzen Klima- und Umweltschutzmaßnahmen vor Ort um.
Im Folgenden finden Sie eine Auswahl an guten Beispielen, die zeigen, wie die LWL‑Dezernate und -Einrichtungen bereits viele Klimaschutzmaßnahmen dezentral umsetzen.
Die LWL-Klinik Hemer konnte mit ihren transparenten Behältern für Lebensmittelreste die Speiseabfälle um bis zu 45% reduzieren - und gewann damit den Umweltmanagement-Preis 2025 in der Kategorie "Beste Maßnahme zur Verbesserung der Umweltleistung“.
Im Lüntener Wald im Kreis Borken wächst ein Zukunftsprojekt in den Himmel: Ein 30 Meter hoher Messturm bildet das Herzstück eines international beachteten Modellprojekts im Klima- und Biodiversitätsgebiet „Forstgut Ammeloe“.
Das neue Eingangs- und Ausstellungsgebäude im LWL-Freilichtmuseum Detmold ist ein herausragendes Beispiel für nachhaltiges Bauen und ökologischen Gebäudebetrieb.
So engagieren sich unsere LWL-Mitarbeitenden.
Hier finden Sie einige Geschichten zu dem Engagement unserer LWL-Mitarbeitenden. Lassen Sie sich inspirieren!
Gemeinsam können wir viel bewegen – für den Klimaschutz und für eine lebenswerte Zukunft. Entdecken Sie einfache und wirkungsvolle Wege, wie Sie sich beim LWL engagieren können, nach dem Motto: Gemeinsam Zukunft gestalten.
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